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PAAS – DAS STECKT HINTER DIESER FORM VON CLOUD-SERVICES

Die Abkürzung PaaS steht für Platform-as-a-Service und beschreibt eine spezifische Form von IT-Dienstleistung in der Cloud. Es gibt eine Reihe von PaaS-Lösungen, die sich in erster Linie an Unternehmen richten.

1 Was genau zeichnet PaaS aus?

Bei Platform-as-a-Service handelt es sich um eine von drei zentralen Modellen, die Services in der Cloud beschreiben. PaaS definiert hierbei den Umfang der Dienstleistung, die Nutzer vom Anbieter erhalten. In der Hierarchie der verschiedenen Architekturen steht PaaS zwischen IaaS und SaaS.

Bei PaaS stellt der Dienstleister einen Service bereit, der zusätzlich zum Betriebssystem auch die Middleware und Runtime beinhaltet. Es handelt sich also um Umgebungen, deren Einsatzmöglichkeiten bereits grob vorgegeben sind, die eigentliche Anwendung jedoch Spielraum für die Entwicklung besitzt. Bekannte PaaS-Services sind Microsoft Azure oder die Google App Engine.

2 Die Unterschiede und Abgrenzung zu IaaS und SaaS

IaaS steht für Infrastructure as a Service und beschreibt ein Modell, bei dem Nutzer eine reine Plattform für das Computing in der Cloud erhalten. Es handelt sich somit um Dienstleistungen, bei denen die Ressourcen im Vordergrund sind und zur freien Verfügung bereitstehen. Der Nutzer verwaltet von Betriebssystemen bis zu den konkreten Anwendungen, die auf IaaS laufen, alle diese Bereiche eigenständig. Häufig wird auf IaaS zurückgegriffen, um eine solche Lösung als Plattform in der Cloud für die eigene Fachanwendung einzusetzen.

Bei SaaS (Software as a Service) hingegen stellt der Dienstleister eine fertige Anwendung mit klarem Funktionsumfang bereit. Der Nutzer hat weder Arbeit mit der Konfiguration noch der Verwaltung oder der Installation der konkreten Anwendung. Beispiele für SaaS sind Cloud-Speicher wie Dropbox oder die Office-Lösungen von Microsoft 365. Das zentrale Merkmal von SaaS ist, dass diese Applikationen direkt einsatzbereit und vollständig konfiguriert sind.

3 So sehen typische PaaS-Lösungen aus

Bei PaaS ist die Infrastruktur eine feste Konstante der Dienstleistung. PaaS beinhaltet somit die Funktionen, die bei IaaS die vollständige Dienstleistung darstellen. Dazu zählen die Ressourcen des Servers sowie das Betriebssystem. Darauf aufbauend bieten diese Lösungen noch eine klar definierte Umgebung. Diese besteht aus Entwicklungswerkzeugen und einer Middleware, wobei zusätzlich eine spezifische Programmiersprache zum Einsatz kommt.

Dementsprechend bietet PaaS den Nutzern eine Laufzeit- oder Entwicklungsumgebung, die in einem bestimmten Rahmen eine individuelle Anpassung ermöglicht. In welchem Umfang und welcher Art dies möglich ist, hängt von dem jeweiligen Dienst ab. Ein einfaches Beispiel ist beispielsweise eine Platform as a Service, die für das Webhosting ausgelegt ist und dem Nutzer die freie und eigene Gestaltung des Codes ermöglicht. Die Programmiersprache für den Code ist bereits festgelegt und einige Funktionen sind eventuell als Bausteine bereitgestellt. Speicherplatz und Rechenleistung für die fertige Webseite sind ebenso Bestandteil dieser Plattform wie die erforderlichen Datenbanken.

4 Vorteile von PaaS

Zu den Stärken von PaaS zählen in erster Linie die Skalierbarkeit und Flexibilität. Diese Eigenschaften erhält das Modell von der Cloud. Darüber hinaus ist die schnelle Entwicklung von individuellen Lösungen ein Vorteil, der PaaS den Nutzern bietet. Das erlaubt den Aufbau von angepassten Anwendungen, die exakt das eigene Spektrum abdecken. Gleichzeitig ist jederzeit eine Erweiterung möglich. So wächst die Infrastruktur mit dem Projekt und auch mit dem Unternehmen.

Ebenfalls gewährt PaaS den Zugang zu modernen Infrastrukturen und Softwarelösungen, ohne dass eigene Investitionen erforderlich sind. Die Kombination der Kosten für Hardware, Software sowie dem erforderlichen Wissen, um solche Lösungen zu programmieren, wären alternativ sehr hoch.

Die Sicherheit ist grundsätzlich ein weiterer Vorteil des Modells. Die Betreiber der Rechenzentren haben hohe Standards, was die Sicherheit der Systeme betrifft. Das gilt auch für die Ausfallsicherheit. Notstromversorgung, automatische Backups und Redundanzen sorgen dafür, dass ein Verlust der Daten faktisch ausgeschlossen ist. Die Erreichbarkeit ist bei Platform as a Service aus diesen Gründen sehr hoch, sodass es sich um ein verlässliches Konzept handelt.

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5 Wann ist der Einsatz von PaaS sinnvoll?

PaaS-Lösungen haben ganz spezifische Einsatzszenarien. Abhängig von der Art der Leistung gibt es verschiedene Aufgaben, die sich mit PaaS erledigen lassen. Ein zentraler Aufgabenbereich ist die individuelle Anwendungsentwicklung. Die Lösungen eignen sich als Umgebung für die Entwicklung und den Test von Anwendungen. Dies beginnt bei sehr einfachen Applikationen und reicht bis hin zu komplexer Software, die zum Beispiel auch Künstliche Intelligenz integriert.

In diesem Zusammenhang spielt zudem die Entwicklung von Programmierschnittstellen via PaaS eine wichtige Rolle. Dies gelingt mit solchen Plattformen oft schneller und günstiger, als eine eigene Lösung zu finden.

Weiterhin kommt das Konzept PaaS oft zum Einsatz, um eine Plattform für Datenbanken zu schaffen. Durch die Möglichkeit zur individuellen Anpassung lassen sich Lösungen erstellen, die exakt zu den eigenen Bedürfnissen passen. Gleichzeitig gelingt so die zentrale Verwaltung von Daten in der Cloud. Ebenfalls ist von hier die Analyse von Daten möglich.

Ebenfalls kommen PaaS-Umgebungen zum Einsatz, um die Integration von IoT zu ermöglichen. Internet of Things kommuniziert meist über die Cloud und benötigt individuell angepasste Connectoren. Solche Lösungen lassen sich mit den richtigen PaaS-Diensten erstellen.

6 Für welche Unternehmen lohnen sich PaaS-Lösungen?

PaaS-Lösungen sind immer dann sinnvoll, wenn Unternehmen eine Plattform suchen, die flexibel ist und gleichzeitig eine schnelle Entwicklung erlaubt. Wichtig ist auch die Skalierbarkeit, die durch die Cloud gewährleistet ist. Als Laufzeitumgebung sowie Entwicklungs- und Testumgebung ist PaaS für Unternehmen interessant, die häufig mit diesen Aufgabenbereichen konfrontiert sind.

Zu Unternehmen, die im Zuge einer Cloud Transformation vermehrt eine IT-Infrastruktur abseits der eigenen Server aufbauen, passt das Modell PaaS ebenfalls in vielen Fällen. Hier ist eine individuelle Prüfung sinnvoll, ob und in welcher Form diese Services zu den Zielen des Unternehmens passen.

Die Größe oder die Branche eines Unternehmens spielen hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Auch für Selbstständige kann PaaS das passende Konzept sein, zum Beispiel für Webentwickler oder Designer. Die passenden Services in der Cloud gibt es von unterschiedlichen IT-Dienstleistern. Neben den Branchenriesen wie Amazon, Google oder Microsoft bieten auch IT-Dienstleister und Betreiber von Rechenzentren wie TelemaxX Dienste aus diesem Bereich an.

Der Unterschied liegt oft in der Anpassungsfähigkeit. Während die großen PaaS-Anbieter in der Regel Public-Cloud-Lösungen anbieten, gehen andere IT-Dienstleister auf die individuellen Bedürfnisse ein und liefern private PaaS-Lösungen. Hier ist es sinnvoll, zunächst eine Strategie für die Cloud-Transformation zu erstellen und in Zusammenarbeit mit einem IT-Dienstleister das richtige Konzept aus verschiedenen Cloud-Modellen zusammenzustellen.

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