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Umweltmanagement mit EMAS

Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind ein immer präsentes Thema. Neben dem immer weiter voranschreitenden Klimawandel und der ineffizienten Nutzung von Ressourcen bis hin zur Luftverschmutzung ergeben sich mehrere Handlungsfelder für Verbesserungspotenziale. Die Themen sind sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen jeder Größenordnung relevant. Neben zahlreichen Zertifizierungen für Unternehmen gibt es auch das freiwillige Konzept EMAS, das in Unternehmen eingeführt werden kann. Was ist ein Umweltmanagementsystem und was sind die Merkmale von EMAS?

1 Was ist ein Umweltmanagementsystem?

Allgemein beschreibt der Begriff Umweltmanagement die Verbesserung der Umweltbelastung eines Unternehmens, die während der Erfüllung des Angebots entstehen. Innerhalb eines betrieblichen Umweltmanagementsystems wird die Umweltpolitik eines Unternehmens festgelegt. Dieses umfasst neben der Definition von Zielen und Maßnahmen auch Prozesse, Schulungen von Mitarbeitenden sowie die Festlegung von Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisation. Die Einführung eines Umweltmanagementsystems ist freiwillig, doch bringt auch einige Vorteile mit sich:

Vorteile für die Umwelt:

Mit einem Umweltmanagementsystem können Unternehmen die Verschwendung von Ressourcen vorbeugen, indem sie den Einsatz ihrer Ressourcen optimieren. Zusätzlich wird die Umweltbelastung kontinuierlich verbessert und aktiv am Klimaschutz gearbeitet.

Vorteile für Unternehmen:

Neben der aktiven Verbesserung der Umweltbelastung können Unternehmen zudem Kosten sparen, da der Einsatz erforderlicher Ressourcen nachhaltig erfolgt. Zudem können geltende Gesetze eingehalten und Maßnahmen rechtssicher umgesetzt werden, z. B. durch Regularien und geltenden Normen oder auch Anforderungen von Zertifizierungen. Auch auf dem Markt kann die aktive Verbesserung der Umweltleistung auch Differenzierungen von der Konkurrenz und Imagevorteile generieren.

Zusätzlich können auch Zertifizierungen durchgeführt werden. Hierfür findet eine Überprüfung in Form eines Audits statt. Eine der bekanntesten Umweltmanagement Normen ist die DIN EN ISO 14001.

2 Was ist EMAS?

Das Umweltmanagementsystem EMAS steht für Eco-Management Audit Scheme und verfolgt die Verbesserung der Umweltleistung von Unternehmen. Im Rahmen des EMAS werden Maßnahmen entwickelt, die sowohl die Auswirkungen auf die Umwelt verbessern sowie eine rechtssichere Umsetzung garantieren. Hieraus ergeben sich zahlreiche Handlungsfelder vom erforderlichen Einsatz der Ressourcen in der Produktion, die Entsorgung des Abfalls bis hin zur Ausstoßung von Emissionen. Das Konzept EMAS ist keine einmalige Einführung, sondern ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung, in dem Ziele und Maßnahmen erarbeitet und überprüft sowie transparent nach außen in Form einer Umwelterklärung kommuniziert werden. Die Basis dieses Systems ist die internationale Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001, die 1996 eingeführt wurde. Diese Norm definiert neben der Umweltpolitik auch Ziele, Maßnahmen und Prozesse zur Verbesserung. Das EMAS kann seit 1993 freiwillig in Unternehmen etabliert werden. Zusätzlich muss neben der Erfüllung dieser Anforderungen auch eine Umwelterklärung abgegeben werden, die jährlich aktualisiert und validiert werden muss. Innerhalb der Umwelterklärung wird mit belegenden Kennzahlen die Umweltleistung beschrieben sowie die Ziele und Maßnahmen zu deren Verbesserung vorgestellt. Diese wird transparent zur Verfügung gestellt.

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3 EMAS als neues Managementsystem

Für die Einführung eines neuen Managementsystems gibt es kein Patentrezept, doch folgende Schritte können diese erleichtern:

Bewusstsein schaffen und Commitment (von ganz oben nach ganz unten)

  • Umweltmanagement in der Unternehmenskultur etablieren und leben
  • Motivation innerhalb der gesamten Organisation schaffen

Planung

  • Erfassung der IST-Situation: Wo liegen die Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken des Unternehmens bezogen auf die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit
  • Entwicklung eines Leitbildes zu dem Thema Umwelt
  • Definition von Zielen, die zur Erreichung der Soll-Situation führen
  • Maßnahmenplanung
  • Entwicklung einer Strategie für die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und nach außen (Kund:innen, Stakeholder…)
  • Krisenmanagement und Notfallplanung erarbeiten

Umsetzung

  • Erarbeitung und Veröffentlichung der Umwelterklärung sowie Definition eines Prozesses für deren regelmäßige Aktualisierung
  • Interne Prüfung des gesamten Konzepts
  • Externe Überprüfung/Audit
  • Eintragung in das EMAS-Register
  • Aktives Monitoring zur Überprüfung der Zielerreichung und kontinuierliche Verbesserung

Neben diesen Punkten und der Teilnahme beim EMAS können regelmäßige interne Audits hilfreich sein, um den Fokus beizubehalten und neue Ansatzpunkte zu ermitteln.

Der Prozess der kontinuierlichen Verbesserung, der bei EMAS Einsatz findet, basiert auf dem PDCA-Zyklus. PDCA steht für Plan, Do, Check und Act und umfasst folgende Aufgaben:

Plan: Ziele definieren und Maßnahmen planen

Do: Umsetzung der Maßnahmen

Check: Aktives Monitoring/Controlling der Maßnahmen und Ableitung von Handlungsempfehlungen

Act: Umsetzung der neu gewonnen Erkenntnissen/Maßnahmen z. B. Anpassungen bestehender Prozesse

4 Nachhaltigkeit in Unternehmen

Der zunehmende Bedarf an Cloud-Services, die Nachfrage nach einer höheren Datensicherheit, der Ausbau von 5G sowie die Industrie 4.0 erfordern immer mehr Leistung und daher ist das Thema Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und die Auswirkungen auf die Umwelt nicht zu vernachlässigen. Daher hat sich auch der Begriff Green IT etabliert.

Als Betreiber von Rechenzentren sind wir bei TelemaxX aktiv und permanent dabei, unsere Umweltleistung und Energieeffizienz zu verbessern. Ein zentraler Punkt bei Rechenzentren ist die Energieeffizienz. Der Energieverbrauch innerhalb eines Rechenzentrums ist hoch. Dies liegt vor allem an der Hardware, die rund um die Uhr zum Einsatz kommt und gekühlt werden muss. Bei TelemaxX nutzen wir vorwiegend die indirekte freie Kühlung. Innerhalb der Rechenzentren werden die Serverschränke eingehaust, um nur die sog. Kaltflure kühlen zu müssen. Dies reduziert den Stromverbrauch und steigert die Effizienz.

Ohne Strom funktioniert kein Rechenzentrum und daher arbeiten wir regelmäßig an der Optimierung der Stromversorgung und Energieeffizienz und streben eine kontinuierliche Verbesserung unseres PUE (Power Usage Effectiveness) an.

Egal ob Zertifizierungen vorliegen oder ein Umweltmanagementsystem im Unternehmen eingesetzt wird, Nachhaltigkeit und die Auswirkungen auf die Umwelt sind für uns alle relevant und jedes Unternehmen kann aktiv an seinen Auswirkungen auf die Umwelt arbeiten.

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