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Backups in Unternehmen: Darum ist eine Strategie notwendig

Die Datensicherung gehört inzwischen zu den wichtigsten Aufgaben in der IT. Durch den hohen Grad der Digitalisierung sind faktisch alle wichtigen Daten in digitaler Form gespeichert. Ein vollständiger Datenverlust kommt deshalb einem Super-GAU gleich und muss auf jeden Fall verhindert werden. Aus diesem Grund ist eine Backup-Strategie für jedes moderne Unternehmen unverzichtbar.

Diese Szenarien können zu einem Datenverlust führen

Es gibt eine Reihe von Vorfällen, die den Verlust von Daten in einem Unternehmensnetzwerk auslösen können. Viele diese Ursachen liegen außerhalb der direkten Kontrolle der Verantwortlichen. Murphys Gesetz besagt zudem, dass besonders in komplexen Systemen alles schiefgehen wird, was schiefgehen kann.

Zu den häufigsten Auslösern eines Datenverlusts gehören Ausfälle der Hardware wie Festplatten oder ganzen Servern. Viele Statistiken führen als zweithäufigsten Grund bereits menschliches Versagen. Dies können der fehlerhafte Umgang mit Datenträgern, das Löschen von Daten oder auch falsches Erstellen eines Backups sein. Schuld sind weiterhin oftmals Fehler in der Software. Zu den weiteren Gründen für einen Verlust von Daten gehören Cyberangriffe, Diebstahl, Feuer, Wasserschäden oder andere Naturkatastrophen.

Welche Lösungen eignen sich für die Datensicherung?

Unternehmen haben mehrere Optionen, wie sie ein Backup durchführen. Alle diese Lösungen haben Vor- und Nachteile. So ist die Auswahl der technischen Lösung für das Backup auch von den Gegebenheiten abhängig.

In der jüngeren Vergangenheit hat sich so das Backup in der Cloud etabliert. Der Ausbau der schnellen Internetinfrastruktur hat dafür gesorgt, dass auch größere Datenmengen problemlos auf dem Cloud-Speicher gesichert werden können. Für die Datensicherung in der Cloud gibt es wiederum verschiedene Optionen. Darauf spezialisierte Dienstleister bieten das Server Backup als Service an. Hierbei erfolgt die Einrichtung einer Routine für das Backup in der Cloud. Die Daten werden definiert und dann automatisch durch den Dienstleister gesichert.

Eine weitere externe Lösung für ist Storage on Demand. Auch diese Art von Speicher lässt sich für die Datensicherung verwenden, jedoch müssen die Routinen für das Backup selbst eingerichtet werden. Mit einer solchen Lösung für ein Backup lassen sich Daten günstig und flexibel sichern. TelemaxX bietet sowohl Cloud-Backups als auch Storage on Demand an. Diese Speicher sind für die Datensicherung bestens geeignet. Die Sicherheit im Rechenzentrum ist durch Redundanzen sowie unabhängige Zertifizierungen gewährleistet. Die Datenspeicherung erfolgt in deutschen Rechenzentren, sodass auch die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.

Neben diesen externen Lösungen gibt es auch verschiedene Optionen, eine Sicherung lokal durchzuführen. Lange Zeit war dies die Norm, denn die Cloud stand für Backups nicht zur Verfügung. Eine der klassischen Optionen für die Sicherung von Daten sind Magnetbänder. Diese Speichermedien für Backups haben sich bis heute gehalten. Ebenfalls setzen Unternehmen auf dedizierte Server für die Datensicherung. In kleinen Unternehmen kommen zudem externe Festplatten, Netzwerkspeicher oder auch andere Speichermedien wie USB-Speicher oder optische Datenträger zum Einsatz.

Wie ist eine sichere und sinnvolle Strategie bei einem Backup aufgebaut?

Bei der Backup-Strategie dürfen die Verantwortlichen nichts dem Zufall überlassen. Es ist Konsens, dass ein einzelnes Backup nicht ausreichend ist, um eine ausreichende Datensicherheit zu gewährleisten. Gerade in kleinen Unternehmen ist häufig eine Backup-Strategie mit Mängeln oder Risiken im Einsatz.

Der Grundsatz für die Datensicherung ist die sogenannte 3-2-1-Regel. Diese besagt, dass es zu jedem Zeitpunkt mindestens drei Datensicherungen gibt, die auf zwei unterschiedlichen Medien gespeichert sind und eines dieser ist räumlich getrennt vom Unternehmensstandort.

In der Praxis lässt sich dies auf verschiedenen Wegen umsetzen. Eine häufige Lösung sieht wie folgt aus. Die Backup-Strategie des Unternehmens greift auf eine Datensicherung in der Cloud zurück und erstellt zusätzlich eine vollständige Datensicherung auf einem eigenen Backup-Server im Rechnerraum. Als drittes Medium dient ein Bandlaufwerk, wobei die Magnetbänder an einem anderen Ort gelagert werden. So ist die 3-2-1-Regel erfüllt und die Datensicherheit gewährleistet.

Welche Methoden für Backups gibt es?

Auch bei den Methoden unterscheiden sich die Backups. Die klassische Vollsicherung ist in vielen Fällen allein aufgrund der Datenmenge unpraktisch. Hier müssten bei einem Cloud-Backup beispielsweise täglich viele Giga- oder sogar Terabyte an Daten übertragen werden. Aus diesem Grund kommen häufig andere Backup-Strategien zum Einsatz.

Die Alternative ist ein differenzielles Backup. Bei dieser Form der Datensicherung wird zunächst eine vollständige Sicherheitskopie aller Daten erstellt. Ab diesem Zeitpunkt werden alle Daten, die sich ändern, erneut und mit jedem weiteren Backup gesichert. Dadurch steigt die Datenmenge mit fortlaufender Zeit immer weiter an. Aus diesem Grund wird in regelmäßigen Abständen eine neue Vollsicherung erstellt und das differenzielle Backup startet erneut.

Besonders wenig Traffic erzeugt ein inkrementelles Backup. Hierbei erfolgt zunächst eine Vollsicherung der gesamten Daten. Ab diesem Punkt werden dann nur noch Daten gesichert, die geändert werden. Dadurch ist eine Wiederherstellung über ein Rollback aller Backups inklusive des der ursprünglichen Sicherheitskopie möglich. Somit spart ein inkrementelles Backup viel Speicherplatz und erzeugt nur wenig Traffic, die Wiederherstellung ist jedoch kompliziert und die fehleranfälligste von allen Methoden. 

Die Backup-Strategie muss zudem festlegen, in welchem Intervall Sicherungen erstellt werden. Die Datensicherung belastet die Netzwerke sowie bei Cloud-Backups auch die Internetverbindung. Deshalb ist es sinnvoll, die Sicherung in die Zeiten außerhalb der Geschäftszeiten, in der Regel in die Nacht, zu verlegen.

Außerdem sollte eine Kombination aus inkrementellen und vollständigen Kopien als Strategie gewählt werden. Eine Vollsicherung im wöchentlichen Takt mit täglichen ergänzenden inkrementellen Sicherungen minimiert die Auslastung. Wichtige Informationen sollten häufiger gesichert werden, beispielsweise im 30-Minuten-Takt oder sogar in Echtzeit durch die Synchronisation mit der Cloud.

Bei den Medien wird ebenfalls eine Strategie für die Verwaltung benötigt. Auf diesem Weg wird die Zeitplanung festgelegt. Besonders bei Magnetbändern und ähnlichen externen Medien ist eine solche Taktik sinnvoll. Hier orientiert sich die Vorgehensweise an den „Türmen von Hanoi“. Dies legt den Einsatzplan für beispielsweise fünf Bänder fest. Benötigt wird eine Software für die Rotationsplanung. Band 1 kommt bei der Planung nach den „Türmen von Hanoi“ so jeden zweiten Tag zum Einsatz. Die anderen Bänder wechseln sich ab und haben ebenfalls unterschiedliche Intervalle, wobei Band 5 nur alle 16 Tage genutzt wird. So sind zu jedem Zeitpunkt Backup-Daten mit unterschiedlichem Alter für die vollständige Wiederherstellung vorhanden.
 

Was gibt es bezüglich des Datenschutzes zu beachten?

Bei der Datensicherung sind auch Informationen vorhanden, die unter die Europäische Datenschutzgrundverordnung fallen. Aus diesem Grund müssen die Medien, auf denen die Informationen gesichert sind, vor unbefugten Zugriffen geschützt sein. Zudem ist es wichtig, die Sicherheitskopien in regelmäßigen Zeiträumen zu löschen. So wird verhindert, dass eine Verletzung der Aufbewahrungsfristen entsteht.

Die richtige Backup-Strategie für das eigene Unternehmen

Eine Datensicherungsstrategie ist inzwischen für jedes Unternehmen Pflicht. Die unterschiedlichen Backup-Medien, die es gibt, erlauben es, die passende Lösung für die eigene Umgebung zu wählen. Dies bezieht sich auf die Kosten, das Datenvolumen sowie die Praxistauglichkeit. Ohne durchdachte Datensicherung mit mehrfachen Sicherungen bringen Entscheidungsträger die eigene Datensicherheit in Gefahr.

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